Therapeutische Wohngemeinschaft "Mädchenhaus"
Das Rostocker Mädchenhaus ist eine stationäre Jugendhilfeeinrichtung lt. SGB VIII für Mädchen und weibliche junge Volljährige mit intensiver Einzelbetreuung und einem störungsspezifischen sozialpädagogisch-therapeutischen Diagnose- und Betreuungsmilieu.
Das Angebot richtet sich vorwiegend an Mädchen und weibliche junge Volljährige im Alter von 11-21 Jahren mit Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungs- bzw. Persönlichkeitsstörungen, sexuell mißbrauchte Mädchen, Mädchen mit Suchttendenzen, Eßstörungen, selbstverletzendem Verhalten, Störungen der Impulskontrolle.
Das Mädchenhaus versteht sich als Entwicklungsraum für Mädchen. Für sie bedeutet diese Betreuungsform (Mädchen - Betreuerinnen) einen Schutzraum und durchbricht die potentielle Opfergefährdung. In der Regel kommen die Mädchen aus Familiensystemen, wo ihnen keine kindgerechte Lebensumwelt zur Verfügung stand und wo sie keine sicheren Bindungserfahrungen machen konnten. Den Mädchen, denen es an Struktur, Kontinuität und emotionaler Wärme fehlt, bieten wir ein überschaubares, verläßliches therapeutisch - pädagogisches Milieu an, in dem ressourcenorientiert gearbeitet wird.
Das Mädchenhaus hat sieben Einzelzimmer. Gemeinschaftlich genutzte Räumlichkeiten sind ein großer Aufenthaltsraum, eine Wohnküche mit Wirtschafts- und Lagerraum, zwei Sanitärräume, ein Abstellraum, ein Zimmer zum Zurückziehen, ein Flur mit „Kommunikationsecke“ und ein Kontaktbüro für Erstgespräche, Elternarbeit, Helferkonferenzen und Fachgespräche. Die Angebotspalette des Frauen- und Freizeitzentrums „Beginenhof“ steht den Mädchen zur Verfügung.